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Bau und Geschichte

 

Herr, ich habe lieb die Stätte Deines Hauses und
den Ort, da Deine Ehre wohnet. Psalm 26, 8

 

Am 13. Juli 1952, im Jubiläumjahr des heiligen Franz Xaver, konnte Pfarrer Reitze den ersten Spatenstich zur neuen Franz-Xaver-Kirche tun. Am 23. Oktober wurde, verbunden mit dem 25. Pfarreijubiläum von Göllsdorf, durch den ersten Seelsorger der hiesigen Pfarrei, den H.H. Stadtpfarrer Franz Weiß, Ulm, der Grundstein der Kirche gelegt und in dem Stein die Urkunde mit den üblichen Beigaben eingemauert. Bereits am 19. April 1953 konnte das Richtfest gefeiert werden und am 18. Oktober 1953 konnte Dekan Dr. Ochs, Rottweil, die feierliche Benediktion vornehmen.


Ein Jahr darauf, am 12. Dezember 1954 konnten die neuen Glocken geweiht werden. Am 25. September 1955 konnte von Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht die neue Kirche geweiht werden.


Die äußere Baugestalt der Kirche ist von einer erdhaften Schwere und zugleich von einer schlichten Erhabenheit. Sie wird von dem 30 Meter hohen Turm beherrscht, dessen klare Form Einfachheit und Konsequenz geprägt haben. Ein ausgewogener Durchgangsbogen - ein Bogen des Friedens - schafft unmittelbare Verbindung zwischen Gotteshaus und Gottesacker. Die ideale Vereinigung beider aber findet darüber hinaus Ausdruck in der Gesamtarchitektur des Bauwerkes.

 

Das ausladende Kirchenportal, zu dem drei Stufen emporführen, ist von einer breiten Offenheit und wird von modernen, kubisch gehaltenen Symbolen der vier Evangelisten, einem Werk von Heinrich Schneider, Rottenburg, beherrscht.

 

Schwere Kupfertüren tragen schlichte Symbole des christlichen Mysteriums und die Zeichen des Kirchenpatrons, St. Franz Xaver. Den Namen des Heiligen flankieren zwei Jahreszahlen: dessen Todesjahr 1552, und das Grundsteinlegungsjahr in seinem Jubeljahr, 1952.

 

Die Worte Christi: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben", die das Portal dem Eintretenden entgegenhält, bezeichnen nicht nur auf treffende Weise das Wesen der Kirche im eigentlichen Sinne, sondern geben zugleich eine künstlerische Wesensbestimmung des Gotteshaus.

 

Es ist ein Weg in die „Wahrheit", den man geht, wenn man in das Gotteshaus eintritt. Lichte, Weite und feierliche Stille empfängt den Besucher. Gewaltig erhebt sich der schlichte Raum.

 

„Schaudernd siehst du den Erlöser
Hin zum Marterhügel gehen,
Leiden, schändlich sterben - größer,
Strahlender ihn auferstehn.


Dieser Kreuzweg verrät ein stark subjektives Erleben der Passion durch den Künstler. Dieser „Göllsdorfer Kreuzweg" und ein Fensterbildnis der heiligen Cäcilia, schuf der Künstler in Zusammenarbeit mit der Rottweiler Glasmalerei Derix.


(Auszüge aus der Festschrift zur Kirchenweihe, am 25. September 1955)


Impressionen von St. Franz-Xaver in Göllsdorf: